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Vorbemerkungen
über meine Rechtschreibung für die Mund-

arten der Nordfriesischen Sprache.

    Durch Buchstaben und Zusammensetzungen der-
selben lernt das Auge sehen, was das Ohr hört.
Sind nun für das Auge so viele, aber auch nicht
mehrere Buchstaben vorhanden, als erforderlich, um
jeden Laut einer Sprache zu unterscheiden: so kann
eine Rechtschreibung entstehen, welche das Recht in
sich hat, und, selbst von Schwachmatikern, in wenigen
Stunden erlernt werden kann.
    Müssen wir Ungelehrte die deutsche Rechtschreibung
zwar lassen, wie sie ist; so kann ich mich hier doch nicht
enthalten, einige Mängel derselben zu beleuchten, ehe
ich meine Rechtschreibnng für die Nordfriesischen Mund-
arten dem selbstdenkenden Publiko vorzulegen wage.
    Ich mache bei den Selbstlautern den Anfang.
    1) Das e soll oft wie ä lauten, z, B. Wer am
Vermögen schwer ist, der ist ein Herr, und wäre
er auch sonst ein Bär. Für das Ohr ist hier der
Laut von ä nicht nur in Bär, sondern auch in Wer,
schwer, Herr und er. Richtiger wäre also die
Rechtschreibung, wenn auch das Auge ä, statt e, vor
sich fände.
    2) Umgekehrt soll das ä oft lauten wie e, z. B.