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„Er gehörte zu dem Volke u.“

mehrten und verbesserten Auflage der römischen
Hierarchie, in welcher „die Kirche ganze Länder
auffrißt“ — und das Volk verhungert in dem Ab-
grunde des Elends.
    Davon ein andermal; denn es drängt mich die
Kürze der zeit. Wie wäre es möglich, Euch die
Resultate der politischen Erfahrung eines Viertel-
Jahrnunderts in einer Stunde vorzutragen?
    Der Köhlerglaube an die Heiligkeit und Un-
verletzlichkeit einer fürstlichen Person „von Gottes
Gnaden“ begann zu wanken im Herzen des ver-
hungernden und Allerhuldreichst geknechteten Unter-
tans. Die Glorie der heiligkeit um die Krone der
Fürsten erlosch, seitdem sie im Widerspruch erkannt
worden gegen die gesunde Vernunft, insofern es
nicht nachzuweisen, daß die Schöpfung zweierlei
Menschen, mit und ohne Vorrecht der geburt,
auf die Erde setzte. Die pflichtschuldige Untertänig-
keit des Volkes erlosch im Blute der Tausende,
niedergemetzelt, ermordet — zur Aufrechterhaltung
der Ordnung — „auf gesetzlichem Wege“, wie sich
die Royalisten auzudrücken belieben.
    Alle erdenklichen Mittel der Halbheit sind auf-
geboten worden, Volk auf Volk zu prellen, es an
der nase herumzuführen im „allein legitim machen-
den Glauben“ an das Vorrecht der Geburt, an die
„Unverantwortlichkeit“ eines senkrechten Hori-
zonts, der Millionen alljährlich verschlingt und
dem dann das Militär zu gebote stehe, zu feuern
auf den sogenannten Pöbel — auf das Volk in
seinem Elende.
    Alle Mittel aber waren und blieben vergebens:
das Volk in Blindheit zu fesseln.
    Aus verhängnisvollen Gewitterwolken leuchten
nun Blitze auf Blitze um uns her — die Throne