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Detdiar sidj as noch ei efterluket wurden.


[Automaatisk auerdraanj]

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M.'schen Text zurückzugehn. 2 Strophen des Liedes sind in Johansen's
Ndfrs. Sprache, S. 90 und 89 abgedruckt. Die erste Strophe kommt in
verstümmelter Gestalt noch in dem Liede von Rörd Jappen aus Wrixum
(S. 29, 22) vor. — Das hohe Alter des Liedes bekundet der ganze
Inhalt: Ritter und Knappe, Meth, Wachskerzen bei der Leiche. Die
Reime beweisen teilweise ältre Sprachformen. Vielfach weist das Lied
noch Stabreim auf. Die wunderbare Weise, moll, dann dur, dann
mit moll wieder schliessend, ist durch ihre schwere, dramatische Tragik
nicht nur allgemein musikalisch, sondern auch für die germanische
Rythmik hochinteressant. Das Lied steht innerhalb der deutschen
Volksliederliteratur ganz vereinzelt da und wird auf Osterland-Föhr
entstanden sein. Am ehsten bietet noch Anklänge das alte dithmarsche
Tanzlied „Her Hinrich und sine bröder alle drei" (Neocorus, hrsg. von
Dahlmann II, 569, danach öfter abgedruckt, Uhland's Volkslieder I,
Nr. 128, Böhme's Altd. Liederbuch, Nr. 12).

14. En Ferring Döntje, Gedicht, gedruckt in der Beilage der
„Westsee-Inseln" Nr. 14, Deezbüll, 15. Februar 1879.

15. Frau Wilhelmine Petersen schrieb drei im Besitz von Johann
Petersen in Oevenum befindliche Gedichte:

a) Efterrep tu üs lew ferstürwenFrinj (S. R. Bohn), 1879, gedruckt
Westsee-Inseln Nr. 57, Deezbüll, 1879. — b) Un Tine S., vördrainj unt Wa-
sterlun, Gelegenheitsgedicht, 1882. — c) An Friedericke S., Gelegenheits-
gedicht, 1882 oder 1883.

16. Frau Namine Witt, jetzt in Nieblum, besitzt eine grössre,
leider nicht zugängliche Sammlung guter Gediente.

17. Frau Laura Ketels in Oevenum besitzt mehrere nette Ge-
legenheitsgedichte.

18. Adjis, Lied von Ida Jacobs, um 1880, Originalhdschr. in
meinem Besitz. Dieselbe, Frau Ida Jansen in Oevenum, besitzt noch
mehrere nette Gelegenheitsgedichte.

19. E Fung as ihn, e Sckinnien san voll Segen, Gedicht
von Jacob Martin Jacobs, 1881. Dies und noch Andres von dem-
selben befindet sich im Besitz von Frau Ida Jansen in Oevenum.

20. Knud Broder Knudsen hat folgende Gedichte geschrieben:

a)Allhuarik san uk üb aEerd, Lied, gedruckt bei Nerong, Führ
früher und jetzt, Wyk (1885), S. 149. — b) Mutt ik ball, mutt ik ball
well er fan di tji, Lied, um 1870, Nachdichtung von „Muss i denn, muss i denn
zum Städtele 'naus", Originaltext in meinem Besitz. — c) Komm, let's üss
högi, Trinklied, Originaltext in meinem Besitz. — d) Von Confermiren
detts doch was, Gelegenheitslied, Originalhdschr. in meinem Besitz. — e) Bi
Ütjbringen tu sjongen, Gelegenheitslied, 1884, Originalhdschr. in meinem
Besitz. — f) Üs lew nett Mammensprieck, Gedicht, 1886, Originalhdschr.
in meinem Besitz. — g) Det üs ual ferring Spriak verfoll, Gelegenheits-
gedicht, 1886, gedruckt Insel-Bote, Nr. 91, Wyk, 20. November 1886. — Noch ver-
schiedne Gelegenheitsgedichte von demselben sind verstreut.

Wrixum.

21. Trintj' an Drüg Seesen bradlepsday, seiner Zeit ausser-
ordentlich beliebtes Spottlied von Pay Jensen aus Wrixum, Mitte